AUSGABE MAI /JUNI / JULI 2019



EREIGNISHORIZONT KARL BALLMER
Die These, dass die moderne Physik (von den schwarzen Löchern etwa) näher an der Theosophie als an der eigentlichen Physik ist, mag manches Gemüt bewegen. Es muss dazu jedoch eine Brücke über den Fluss der gewohnten physikalischen Denkweise gespannt werden. Hier wird ein physikalisches Phänomen zur Imagination für ein geisteswissenschaftliches: das Verhältnis Karl Ballmers zum «Ereignis Rudolf Steiner». Gleichzeitig ein Auftakt zum folgenden Briefwechsel. 


BRIEFWECHSEL MIT AGNES KERN (I.)
Die Eltern von Agnes Kern waren mit den Ballmers in Lamone befreundet, und die Tochter genoss als junges Mädchen Malunterricht bei Karl Ballmer. Der Briefwechsel zeugt davon, wie sich der Unterricht weit über das Handwerk hinaus auf Fragen des geistigen Lebens erstreckte. 1. Folge.


DAS WALDORFLEHRER-PARADOX
Als Waldorflehrer steht man in einem komplexen Spannungsfeld diverser Kräfte, die immer mehr die Kraft der Waldorf-Idee überlagern. Mit grossem Einfühlungsvermögen dividiert Rüdiger Blankertz, langjähriger Waldorflehrer, die konfundierten Kraftlinien auseinander, um der Ursprungsidee ihr Wirkensfeld zurückzugeben. 


NIETZSCHE
Bei Steiners Besprechung von Nietzsches «Übermensch» in «Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit» wird zweierlei erreicht: Ein besseres Verständnis Nietzsches (und des später so malträtierten Begriffs «Übermensch»), und dabei werden einige schwierige Themen aus dem 2. Teil der «Philosophie der Freiheit» praktisch erläutert. 


J.G. FICHTE INMITTEN DER PÄDAGOGIK
Johannes Kartje hat es unternommen, eine Aussage Rudolf Steiners über Fichtes Bedeutung für die Pädagogik näher zu untersuchen und erkennt darin den Impuls, das Erwachen der Seelen vorzubereiten. Wie das zu verstehen ist, lesen Sie auf Seite 16


IDEOLOGIE SCHLUCKT IDEALISMUS
Der sorgfältig recherchierte Beitrag von Herbert Ludwig bringt anhand eines ideellen Kompasses Licht in die komplizierten Verflechtungen der diversen Splittergruppen, die für das Zustandekommen der 68er-Bewegung eine wichtige Rolle spielten. Eine Reprise zu unserem 68er-Heft (Nr 9/2018).   


DIGITALISIERUNG
Ulrich Hoffrage eröffnet eine diffenzierte, feinsinnige Sicht der komplexen Verstricktheit unserer Psyche mit der technischen Errungenschaft der Digitalisierung. Die «Verheissung» der Digitalisierung liegt am Ende des Weges ganz woanders als da, wo sie am Anfang zu liegen scheint. 


DAS GESAMTWERK RUDOLF STEINERS – EINE GEBRAUCHSANWEISUNG?
Die Epigonen von Beuys’ «Jeder ein Künstler» scheinen die Herausgeber von Rudolf Steiners Gesamtwerk zu sein, mit der Modifikation des Mottos in «jeder ein Anthroposoph, und wir liefern die Gebrauchsanweisung!» Man kann sich fragen, wenn man ein Glas Wasser vor sich hat, ohne welchen Sirup man es trinkt. Maria Dörig untersucht hier, ohne welches Bewusstsein man heute von offizieller Seite Rudolf Steiner vor der Welt blamiert.


IMPFDEBATTE
Wer die Presse verfolgt, kann wissen, dass die WHO bereits auf dem Wege ist, Impfgegner zu kriminalisieren. Eine differenzierte Aufklärung würde solches obsolet machen, weil dann Eltern zusammen mit kompetenten Ärzten die Impfentscheidung angstfrei in eigener Verantwortung fällen können. Gaston Pfister bringt hilfreiche Hinweise und manches Bedenkenswerte zum Thema. 


ANDREJ BELYJ: KRISE DER KULTUR (III.)
«Wie kleine Vögel fliegen wir in den Rachen der Boa; dabei denken wir: wir – greifen an; so mag wohl ein kleiner Vogel denken, indem er geradewegs in den Rachen fliegt.» – Der 3. und letzte Teil von Belyjs «Winterreise» auf Seite 35

RUSSLAND-TAGEBUCH (IV.)
Eine Wanderung durch die Tretjakow-Galerie in Moskau, die Begegnung mit Puschkins «Ehernem Reiter» und «Eugen Onegin» ...



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