FEBRUAR-AUSGABE


KALEIDOSKOP ZUR DEMOKRATIE
Dass es kein guter Rat ist, Kinder mit dem Bade auszuschütten, ist allgemein bekannt. Trotzdem läuft eine kritische Elite Gefahr, die Demokratie, die in eine schmutzige Pfütze geraten ist und jetzt im Schaumbad der Kritik liegt, abzuservieren, weil sie versäumt, das Kind vom Badewasser zu unterscheiden. Für die Schweiz kann eine solche Unterscheidung aber lebensrettend sein. Ein erster Versuch, den Stöpsel zu ziehen und das Kind aus dem Bad zu heben von Iris-Astrid Kern.

Werner Kuhfuss schildert die vergangenen Regierungsformen in der Kulturentwicklung Europas, und wie daraus die Demokratie hervorgegangen ist, die sich ihm als eine Illusion entpuppt. Auf der Suche nach Alternativen entwickelt er sein Zukunftsbild.

ICH-KULTUR 
(5. Teil der Reihe zu den okkulten Hintergründen des Weltgeschehens)
Okkult ist ein anderes Wort für: verborgen. Es ist gar nicht so, dass ein Verborgenes etwas Düsteres, Unheimliches sein muss. Sobald es ans Licht kommt, zeigt es seinen wahren Charakter. Das Licht, um das es hierbei geht, ist das Licht des Bewusstseins. Es muss auch nicht bedeuten, dass okkultes Wissen geheim gehalten wird. Es kann ganz in der Öffentlichkeit stehen, aber ist dennoch «geheim», und zwar dadurch, dass es sich durch sich selbst, durch die Art wie es ist, schützt vor einem banalen, oberflächlichen Bewusstsein. Der Mensch muss sich den Zugang zu solchem Wissen erst erschaffen, durch innere Seelenarbeit. Dann kann er vieles Okkulte begreifen, und sogar verborgene, «okkulte», Hintergründe im Leben und Tagesgeschehen erkennen. Auch der Zugang zum Christentum scheint heute schon nur noch möglich zu sein, indem der Mensch in sich verborgene (bzw. in früher Kindheit bereits zugeschüttete) menschliche Fähigkeiten wachruft. So hat auch nur noch ein kleiner Teil selbst der sich christlich nennenden Menschheit heute einen Zugang zur «verborgenen», tieferen Bedeutung der Überlieferung. Will man etwas vom Christentum verstehen, so muss man sich einen Zugang dazu erst erschaffen. Hans Bonneval schildert seinen Ansatz einer «Ich-Kultur», deren schmerzlich empfundenes Fehlen in der heutigen Welt ihn dazu geführt hat, den langen Vortrag über die okkulten Hintergründe des Weltgeschehens zu halten.

ZUGÄNGE ZUM CHRISTENTUM
Die neue Reihe von Gernot Proff: «Zugänge zum Christentum» behandelt im ersten Beitrag das Verborgene des Christentums auf wissenschaftliche, empirische (Erfahrung) und der Logik (Denken) entsprechende Weise. Dadurch vermag im Licht des Bewusstseins aufzuglänzen, was in den vergangenen 2000 Jahren in der Überlieferung geheimnisvoll verborgen schlief oder in mystischem Suchen träumend vertieft und in der Imitatio erstrebt wurde. Es ist die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, welche es heute ermöglicht, durch Anspannung und Entwicklung der Bewusstseinskräfte einen Zugang zum Christentum zu schaffen, ohne ein nüchternes, durch die Naturwissenschaft erstarktes Bewusstsein dadurch zu vergewaltigen, dass man es in alte mystische Bahnen zurück zwingen will – und auch ohne aus purer Bequemlichkeit auf das heute so problemlos verfügbare Angebot des Atheismus zu verfallen, nur um seine besten Fähigkeiten verfaulen lassen zu können. Gernot Proff nimmt die Aussage Karl Ballmers: «Wie sich Tante Lieschen die Wiederverkörperung vorstellt» unter die Lupe.

DONALD TRUMP
Der Mann, der die Welt gegenwärtig in Atem hält und die träge und allzu selbstgefällig gewordene, ihren Antikonservativismus konservierende Elite aus der Ruhe bringt, wird zum Anlass, diese als Ergebnis eines Kapitels finsterer Weltgeschichte an den Tag zu heben.

FERCHER VON STEINWAND
Fercher von Steinwand, deutschidealistischer Dichter der «Urtriebe», ist heute im Allgemeinen wohl kein Begriff mehr. Imanuel Klotz hat sich mit ihm eingehend befasst und mit Fichte in Beziehung gestellt. Zu einer ersten Bekanntschaft.

ERKENNTNISGRUNDLAGEN
Eine Entmystifizierung «höherer» Sinne als diejenigen, die zuständig sind für die allgemein bekannte Sinneswahrnehmung, findet dann statt, wenn man sich vergegenwärtigt, dass der Mensch fähig ist, Gedanken und Ideen wahrzunehmen. Zum näheren Verständnis des Geistes als einem Auffassungsorgan oder auch ein Wegweiser zur Bedeutung des Ideengehalts der Welt.


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