JUNI-AUSGABE


ZUR ANTHROPOSOPHISCHEN "METHODE"
Ein Aperçu von Karl Ballmer bezeichnet die "Anthroposophische Methode" und erlöst in beinahe beleidigender Einfachheit und Treffsicherheit die vielen vergeblichen Versuche, die Geisteswissenschaft irgendwie allgemeinverbindlich methodisch zu fassen. Iris-Astrid Kern illustriert die zwei Punkte, welche nach Ballmer die Methode definieren, durch Ergänzungen, um das Problembewusstsein zu vertiefen.

KARMA-ORIENTIERUNG DER ERKENNTNISTHEORIE
Im zweiten Teil des Aufsatzes von Karl Ballmer geht es thematisch um die Rolle der Persönlichkeit in Bezug zur Wahrheit, um die «Methode» der Anthroposophie und um das Karma der Erkenntnisgemeinschaft, sowie das spezifische Verhältnis zwischen diesem und dem Karma des Einzelnen. Auch das Wesen Anthroposophie und sein Schicksal werden besprochen. Der Aufsatz ist aber nicht dazu da, um dies oder jenes mehr zu wissen als vorher, sondern er klärt wichtige Erkenntnisfragen, die früher oder später aus dem anthroposophischen Leben hervorgehen müssen. 

EUROPA AUF DER SUCHE...
...nach einer moralischen Weltorndung. Das Bestechende an dem Beitrag von Gaston Pfister ist, dass Europa als Person angsprochen wird, welche die verschiedensten «Zustände» durchmachte und noch durchmacht, seit sie von Zeus geraubt wurde, bis heute. Deutlich wird herausgearbeitet, mit welchen Problemen sie heute zu kämpfen hat im Zusammenhang mit der sogenannten Neuen Weltordnung, und ein möglicher Ausblick schliesst den Beitrag ab.

DIE GLOBALISIERUNG UND DIE VOLKSGEISTER
Auch in diesem Aufsatz geht es um Europa. Werner Kuhfuss, der selbst viele Länder Europas bereist und dort gearbeitet hat, führt den Leser durch die verschiedenen Länder und arbeitet ein Panorama von Empfindungen heraus, welches die Frage nach den verschiedenen Volksgeistern wachruft. Am Ende steht die Frage nach dem deutschen oder mitteleuropäischen Volksgeist im Gegensatz zur heutigen Globalisiserung im Raum. Der zweite Teil des Beitrags, der schon in eine Antwort übergehen wird, folgt in der nächsten Ausgabe. Dieser erste Teil ist hierzu die Vorbereitung, und es soll hilfreich sein, sich auf den zweiten Teil nochmals mit einem Erinnern an oder Zurückkommen auf den ersten Teil einzustimmen. 

ÄTTI SEILER
Ueli Seiler würdigt in liebevollen Bildern das Leben seines Vaters, des Gründers der Heimschule Schlössli Ins, der dies Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. 

JOSEPH BEUYS INSTRUMENTALISIERTER KUNSTBEGRIFF
Im Juni kommt ein Dokumentarfilm zum Leben von Joseph Beuys in die Kinos. Dies gab Anlass zu einer Filmbesprechung. Iris-Astrid Kern gibt dabei auch einen Einblick in Beuys Leben, und geht seinem Kunstbegriff nach. 

KOSMISCHE RHYTHMEN IM LEBENSGANG VON I.P.V. TROXLER
Für einmal steht nicht Troxler allein im Zentrum der Betrachtungen, sondern einige zentrale kosmische Rhythmen werden erst erklärt und schliesslich auf Troxlers Biographie, sein Schaffen und den Zusammenhang mit der Anthroposophie angewendet. Interessant ist auch, wie diese Rhythmen, in welche die Impulse einer Biographie wie derjenigen Troxlers hineinverwoben sind, über seinen Tod hinauswirken. Ein Beitrag von Franz Lohri.

CAMILLE CLAUDEL
Marija Reinhard vertiefte sich in das Leben und Leiden der französischen Bildhauerin Camille Claudel. Ein Gedicht und eine Impression zu Camille Claudel und deren Schaffen.

NATURWISSENSCHAFT UND GEISTESWISSENSCHAFT
Nachdem in den letzten beiden Folgen die Naturreiche besprochen wurden, geht es diesmal bei Carl Unger um das Menschenreich. Ich und Nicht-Ich werden voneinander geschieden und es wird nun das eigentlich Menschliche erforscht, die Grenze zwischen Natur- und Geisteswissenschaft bestimmt und Empfindungs-, Verstandes- und Bewusstseinsseele werden erklärt. 



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